Am ersten Tag der Tourenwoche des Bundesradsporttreffens geht es nach dem Start Richtung Norden durch den Berger Park, vorbei am Berger See und dem Schloss Berge.

Die erste Erwähnung fand das Wasserschloss Berge bereits im 11. Jahrhundert. Die ältesten Gebäudeteile des heutigen Schlosses gehen auf die Jahre um 1520 zurück, in denen unter Georg von Boenen das nördlich gelegene Haupthaus entstand. Während es zu dieser Zeit als Wehrburg diente, erfuhr es knapp zweihundert Jahre später seine Wandlung zu einem

repräsentativen Herrensitz. Seine heutige Gestalt mit dem charakteristischen Mansarddach, den spätbarocken Stilelementen und der klassizistischen Fassadengliederung erhielt es im Zuge eines groß angelegten Umbaus in den Jahren 1785 – 1788. Dabei wurde das Schloss auch auf seine derzeitige Größe erweitert. Die beliebte Wasserburg Schloss Berge ist Mittelpunkt einer großzügigen Parklandschaft. Die heutigen "Berger Anlagen" sind ein beliebtes Naherholungsziel im Stadtgebiet von Gelsenkirchen. Am Freitag führt uns die Wanderung mit Führung durch den Berger Park und endet beim Radfest in Buer.

 

Weiter geht es durch den Ortsteil Buer, Gelsenkirchens größten Stadtteil. Bis zum Jahre 1928 war Buer zunächst als „Freiheit“ (ab 1448) und später als Stadt „Buer in Westfalen“ (ab 1911) selbstständig. Dann wurde aus den beiden Städten Gelsenkirchen und Buer die Großstadt Gelsenkirchen-Buer. 1930 erfolgte die Umbenennung in Gelsenkirchen.

 

Nach ca. 5 km verlässt die Tour das Gelsenkirchener Stadtgebiet Richtung Norden ins Münsterland. Durch Felder und Wiesen geht es Richtung Dorsten. Vor dem Ort zweigt die 40er Runde ab und führt zurück. Die beiden längeren Touren streifen die Stadt Dorsten.

 

Die Stadt Dorsten liegt am Übergang vom südlichen Münsterland zum nördlichen Ruhrgebiet an der Lippe, etwa 24 km von deren Mündung in den Rhein entfernt. Die alte vestische Stadt Dorsten, welche südlich der Lippe liegt, erhielt am 1. Juni 1251 die Stadtrechte durch den kurkölnischen Landesherrn und wurde im 20. Jahrhundert nach Norden um das Gebiet der ehemaligen fürstbischöflich-münsterischen Herrlichkeit Lembeck nördlich der Lippe erweitert. Dorsten hat ca. 78.500 Einwohner und gehört zum Kreis Recklinghausen. Überregional bekannt ist Dorsten auch für sein Römerlager Holsterhausen.

 

Dem Lauf der Lippe und dem dazu parallel verlaufenden Wesel-Datteln-Kanal folgend, geht es nach Gahlen. Gahlen ist ein Ortsteil der niederrheinischen Gemeinde Schermbeck und ist durch mehrere Erfolge beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ überregional bekannt geworden. Sehenswert sind die Gebäude um den Mühlenteich. Die evangelische Kirche in Gahlen ist das älteste Bauwerk auf Schermbecker Gebiet. Der Westturm ist aus dem 12. Jahrhundert, die Kanzel der spätgotischen Kirche aus dem Jahre 1654. Einige Dokumente lassen jedoch auf eine Gründung der Kirche noch vor 900 schließen.

 

In Gahlen befindet sich die erste Verpflegungsstelle für die beiden längeren Touren. Unmittelbar danach erfolgt die Streckenteilung. Die 72 km Runde führt Richtung Hünxe und die 103 km Tour geht weiter in Richtung Schermbeck. Die Gemeinde Schermbeck, deren gesamtes Gemeindegebiet Teil des Naturparks Hohe Mark ist, wird nur gestreift. Weiter geht es entlang des Dämmer Waldes. Der Dämmer Wald ist ein etwa 1400 Hektar großes zusammenhängendes Waldgebiet. Er liegt mitten im Naturpark Hohe Mark und stellt, im Osten des Naturraums „Niederrheinische Sandplatten“ gelegen, eines der wenigen weitgehend urtümlichen und unzerschnittenen Waldgebiete dar.

 

Durch landwirtschaftlich geprägtes Gebiet erreichen die Teilnehmer die Bauernschaft Obrighoven. Dort ist die nächste Verpflegungsstelle eingerichtet. Weiter führt der Weg über die Drevenacker Dünen durch das nette Dorf Krudenburg an der Lippe. Nachdem Lippe und Kanal überquert sind, führt der Weg durch das Naturschutzgebiet Hünxer Wald. In der Kirchheller Heide treffen die beiden längeren Strecken wieder aufeinander.

 

Die Kirchheller Heide ist eine Grün- und Waldlandschaft im Nordwesten von Bottrop. Sie ist Teil des Naturparks Hohe Mark und besitzt mit etwa 100 km markierten Rad- und Wanderwegen sowie 23 km Reitwegen große Bedeutung für die Naherholung im Ruhrgebiet. Kern der Kirchheller Heide ist eine einmalige Heide- und Moorlandschaft die schon seit 1926 Naturschutzgebiet ist. Weiter geht es Richtung Kirchhellen. Die letzte Verpflegungsstelle befindet sich auf „Klaphecks Hof“, einem Bauerhof mit Hofladen. Hier vereinigen sich alle drei Strecken wieder und führen gemeinsam durch die Felder von Feldhausen und vorbei am Kraftwerk Scholven.

 

Das Kraftwerk Scholven ist ein Kraftwerk der E.ON im Stadtteil Gelsenkirchen Scholven. Es gilt mit einer installierten Leistung von 2126 Megawatt, als eines der leistungsstärksten Steinkohlekraftwerke Europas. Der im Kraftwerk Scholven produzierte Strom deckt etwa drei Prozent des deutschen Strombedarfes. Das Kraftwerk kann Dienstags besichtigt werden. Über Gladbeck geht es zurück nach Gelsenkirchen Schaffrath, einem Stadtteil mit dörflichem Charakter im Gelsenkirchener Norden. Durchs Sutumer Feld führt der Weg zur Solarbrücke, einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke, die über Gelsenkirchens Hauptverkehrsader führt.

 

Über den Herbert Burdenski Weg geht es vorbei an der Arena „Auf Schalke“ zurück zum Startort. Alle Wege rund um die Arena sind nach ehemaligen Spielern des FC Schalke 04 benannt. Herbert Burdenski war ein deutscher Fußballspieler und Trainer. Er begann seine fußballerische Laufbahn beim Erler SV 08 in Gelsenkirchen. 1935 wurde er von Ernst Kuzorra entdeckt, der ihn zum FC Schalke 04 holte. Dort wurde er Teil des Schalker Kreisels und errang 1940 und 1942 die deutsche Meisterschaft.

 

Die Arena „Auf Schalke“ heißt seit 2005 offiziell Veltins-Arena, unter Fans bleibt Sie jedoch weiterhin die Arena „Auf Schalke“. Die Arena ist das Stadion des deutschen Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04. Sie wurde im August 2001 nach knapp dreijähriger Bauzeit fertig gestellt und zählt zu den modernsten Stadien der Welt. Bei Spielen auf nationaler Ebene fasst die Arena über 61.500 Zuschauer, bei internationalen Spielen aufgrund des Stehplatzverbots ca. 54.000 Zuschauer. Das Multifunktionsstadion dient auch als Veranstaltungsort für Konzerte etc.

Die Arena und das dazugehörige Schalke Museum können am Donnerstag besichtigt werden.

 

Start von 9:00 Uhr bis 10:00 Uhr

Radtouren über 40 km, 72 km, 106 km

Die familienfreundliche Streckenführung ist flach und führt weitestgehend über gut ausgebaute Wirtschaftswege und Nebenstrassen.

 

Die heutige Tour wird so ausgeschildert: 


Mit einem Klick auf die folgenden Bilder könnt ihr euch die Streckenskizzen anschauen und herunterladen.


Für die Strecken gibt es folgende Punkte:
106 km / 3 Punkte,
72 km / 2 Punkte
40 km / 1 Punkt